Übelkeit bei Chemotherapie
Die Diagnose Krebs ist für Betroffene und ihre Angehörigen ein tiefer Einschnitt ins Leben. Neben der psychischen Belastung steht häufig die Chemotherapie im Mittelpunkt der Behandlung. Sie gilt als eine der wirksamsten Methoden, bösartige Tumorzellen zu bekämpfen, bringt jedoch zahlreiche Nebenwirkungen mit sich. Besonders belastend ist die Übelkeit (Nausea) und das Erbrechen (Emesis), die bei vielen Patientinnen und Patienten auftreten.
In diesem Beitrag beleuchten wir die Ursachen, den typischen Befund, moderne medizinische Behandlungsmethoden sowie ergänzende Maßnahmen. Außerdem zeigen wir, wie wir bei smarterezept.de durch unsere Online-Ärzte telefonisch unterstützen können, um Betroffenen schnelle, flexible und sichere Hilfe anzubieten.
Ursachen von Übelkeit bei Chemotherapie
Die Chemotherapie wirkt, indem sie schnell wachsende Zellen angreift. Leider betrifft das nicht nur Tumorzellen, sondern auch gesunde Körperzellen, etwa in den Schleimhäuten oder im Verdauungssystem.
Das führt dazu, dass:
1. Neurotransmitter ausgeschüttet werden – bestimmte Chemotherapeutika setzen Serotonin und Dopamin frei, die das Brechzentrum im Gehirn stimulieren.
2. Der Magen-Darm-Trakt gereizt wird – die Schleimhäute werden angegriffen, was ebenfalls Übelkeit auslösen kann.
3. Die Psyche eine Rolle spielt – allein der Gedanke an die bevorstehende Chemotherapie kann bei manchen Betroffenen schon ein Übelkeitsgefühl hervorrufen (antizipatorische Übelkeit).
Die Intensität hängt von verschiedenen Faktoren ab: Art der Medikamente, Dosierung, individuelle Empfindlichkeit, Geschlecht (Frauen sind häufiger betroffen), Alter und bereits gemachte Erfahrungen mit Übelkeit.
Typischer Befund
Wenn ein Patient oder eine Patientin während oder nach einer Chemotherapie unter Übelkeit leidet, äußert sich das klinisch in folgenden Punkten:
- Subjektives Gefühl der Nausea: Unwohlsein im Oberbauch, Druck oder flaues Gefühl.
- Erbrechen oder Würgereiz: tritt häufig wenige Stunden nach der Infusion auf, kann aber auch verzögert auftreten (24–72 Stunden später).
- Antizipatorische Übelkeit: schon bei Anblick der Klinik, beim Geruch der Infusion oder beim Gedanken an die Therapie.
- Begleiterscheinungen: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Flüssigkeitsmangel, Schwäche.
Die Ärztinnen und Ärzte erfassen den Befund oft anhand von Skalen, etwa der Visual Analog Scale (VAS) oder der Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE). Damit kann die Schwere von Übelkeit und Erbrechen dokumentiert und die Therapie angepasst werden.
Medizinische Behandlungsmethoden
Die moderne Medizin hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, um die Lebensqualität von Krebspatienten zu verbessern. Bei der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen kommen verschiedene Strategien zum Einsatz:
1. Antiemetische Medikamente
- Serotonin-Rezeptor-Antagonisten (5-HT3-Antagonisten): z. B. Ondansetron, Granisetron, Palonosetron. Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Serotonin im Gehirn und im Darm.
- NK1-Rezeptor-Antagonisten: z. B. Aprepitant, Fosaprepitant. Besonders wirksam gegen verzögertes Erbrechen.
- Dopamin-Antagonisten: z. B. Metoclopramid, Domperidon. Sie wirken zusätzlich auf die Magenentleerung.
- Kortikosteroide (z. B. Dexamethason): verstärken die Wirkung der Antiemetika und reduzieren Entzündungen.
- Benzodiazepine: können bei antizipatorischer Übelkeit helfen, indem sie die Angst lindern.
2. Kombinationstherapie
Häufig werden mehrere Wirkstoffe kombiniert, um sowohl das akute als auch das verzögerte Erbrechen abzudecken.
*3. Begleitende Maßnahmen
- Hydratationstherapie: Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten.
- Diätetische Anpassung: kleine, leichte Mahlzeiten, Verzicht auf fettige oder stark gewürzte Speisen.
- Psychologische Unterstützung: Entspannungsverfahren, Verhaltenstherapie und Gespräche können antizipatorische Übelkeit reduzieren.
Ergänzende Maßnahmen im Alltag
Neben der medikamentösen Behandlung können Betroffene auch selbst aktiv etwas tun, um die Beschwerden zu lindern:
- Ingwerpräparate oder Ingwertee können unterstützend wirken.
- Akupressur (z. B. am Handgelenk) hat in Studien positive Effekte gezeigt.
- Frische Luft und Bewegung: Spaziergänge nach der Therapie fördern das Wohlbefinden.
- Ablenkung: Musik hören, Entspannungsübungen, Meditation oder Atemtechniken helfen, die Psyche zu beruhigen.
- Ruhige Essensumgebung: Gerüche können Übelkeit verstärken – ein gut gelüfteter Raum ist hilfreich.
Wie smarterezept.de helfen kann
Die Versorgung von Krebspatienten erfordert oft schnelle und flexible Lösungen. Genau hier setzt smarterezept.de mit seinen Online-Ärzten an.
1. Telefonische ärztliche Beratung
Unsere Ärztinnen und Ärzte stehen telefonisch zur Verfügung, um:
- aktuelle Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen zu besprechen,
- den bisherigen Befund einzuschätzen,
- Empfehlungen zur Medikation oder zur Anpassung der Dosis zu geben,
- zusätzliche Maßnahmen vorzuschlagen.
Gerade für geschwächte Patientinnen und Patienten ist es eine enorme Entlastung, nicht jedes Mal in die Praxis oder Klinik fahren zu müssen.
2. Rezeptausstellung online
Wenn Medikamente wie Ondansetron, Metoclopramid oder Dexamethason benötigt werden, können diese – nach ärztlicher Einschätzung – direkt über smarterezept.de verschrieben werden. Das Rezept wird digital oder per Post zugestellt, sodass die Medikamente schnell in der Apotheke erhältlich sind.
3. Betreuung auch außerhalb der Praxiszeiten
Chemotherapie-Nebenwirkungen treten oft abends oder nachts auf. Unsere Online-Ärzte sind flexibel erreichbar, sodass Patientinnen und Patienten auch in kritischen Situationen schnelle Hilfe bekommen.
4. Psychologische Begleitung
Unsere Ärztinnen und Ärzte hören zu, nehmen die Sorgen ernst und geben Sicherheit. Allein das Gefühl, jederzeit ärztliche Unterstützung in Anspruch nehmen zu können, wirkt beruhigend und reduziert die Angst vor erneuten Beschwerden.
Beispiel aus der Praxis
Eine 52-jährige Patientin mit Brustkrebs berichtete nach der zweiten Chemotherapie über starke Übelkeit, die sie am Essen hinderte. In der Telefonsprechstunde von smarterezept.de konnte ihr Arzt schnell reagieren: Er stellte ein Rezept für ein alternatives Antiemetikum aus, erklärte Einnahmezeiten und ergänzende Maßnahmen wie Ingwertee und kleine Mahlzeiten. Bereits beim nächsten Zyklus war die Übelkeit deutlich reduziert, und die Patientin konnte ihre Therapie fortsetzen, ohne stark geschwächt zu werden.
Übelkeit und Erbrechen sind häufige und belastende Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Dank moderner Medikamente, kombinierter Therapieansätze und ergänzender Maßnahmen ist es jedoch möglich, diese Beschwerden erheblich zu lindern.
Mit smarterezept.de bieten wir eine zeitgemäße Ergänzung zur klassischen onkologischen Versorgung:
- telefonische Beratung durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte,
- schnelle Ausstellung von Rezepten,
- flexible Betreuung auch außerhalb fester Praxiszeiten,
- empathische Begleitung in einer besonders sensiblen Lebensphase.
So tragen wir dazu bei, die Lebensqualität von Krebspatientinnen und \-patienten spürbar zu verbessern und ihnen die Sicherheit zu geben, in jeder Situation kompetente Unterstützung zu erhalten.
