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Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein kleines, kastanienförmiges Organ, das direkt unterhalb der Harnblase liegt und die Harnröhre umschließt. Ihre Hauptfunktion besteht darin, ein Sekret zu produzieren, das einen wichtigen Bestandteil des Ejakulats bildet und die Beweglichkeit der Spermien unterstützt. Mit zunehmendem Alter kommt es bei vielen Männern zu Veränderungen in der Prostata. Eine der häufigsten ist die benigne Prostatahyperplasie (BPH) – eine gutartige Vergrößerung der Drüse.
Diese Veränderung ist kein Krebs und stellt in erster Linie keine lebensbedrohliche Erkrankung dar, kann jedoch die Lebensqualität erheblich einschränken. Die BPH betrifft vor allem Männer ab dem 50. Lebensjahr und nimmt mit zunehmendem Alter stark zu. Schätzungen zufolge haben rund 50 % der Männer über 50 Jahre und bis zu 80 % der Männer über 70 Jahre eine mehr oder weniger ausgeprägte Prostatavergrößerung.

Die genauen Ursachen für die gutartige Vergrößerung der Prostata sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass hormonelle Veränderungen im Alter eine zentrale Rolle spielen.
Hormonelle Umstellungen: Mit zunehmendem Alter verändert sich das Verhältnis von Testosteron zu Östrogen. Obwohl der Testosteronspiegel sinkt, wird weiterhin Dihydrotestosteron (DHT), eine aktive Form des Testosterons, in der Prostata gebildet. DHT fördert das Zellwachstum in der Drüse.
Alterungsprozesse: Die Zellteilung in der Prostata wird langsamer reguliert, sodass sich nach und nach überschüssiges Gewebe bildet.
Genetische Faktoren: Bei einigen Männern besteht eine erbliche Veranlagung, die das Risiko für eine Prostatavergrößerung erhöht.
Lebensstil: Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung können die Entstehung und das Fortschreiten der BPH begünstigen.
Eine vergrößerte Prostata drückt auf die Harnröhre, wodurch der Harnfluss erschwert wird. Die Beschwerden werden medizinisch als Lower Urinary Tract Symptoms (LUTS) bezeichnet und lassen sich in obstruktive und irritative Symptome einteilen.
Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
Verzögerter Beginn des Wasserlassens
Nachträufeln nach dem Wasserlassen
Unvollständige Entleerung der Blase
Häufiger Harndrang, auch nachts (Nykturie)
Dranginkontinenz (plötzlicher, starker Harndrang, manchmal mit Urinverlust)
Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen (selten)
Diese Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Jahre hinweg. Anfangs werden sie von vielen Männern ignoriert oder auf andere Ursachen geschoben. Mit zunehmender Ausprägung der Symptome können sie jedoch zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen.
Eine vergrößerte Prostata drückt auf die Harnröhre, wodurch der Harnfluss erschwert wird. Die Beschwerden werden medizinisch als Lower Urinary Tract Symptoms (LUTS) bezeichnet und lassen sich in obstruktive und irritative Symptome einteilen.
Schwacher oder unterbrochener Harnstrahl
Verzögerter Beginn des Wasserlassens
Nachträufeln nach dem Wasserlassen
Unvollständige Entleerung der Blase
Häufiger Harndrang, auch nachts (Nykturie)
Dranginkontinenz (plötzlicher, starker Harndrang, manchmal mit Urinverlust)
Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen (selten)
Diese Beschwerden entwickeln sich meist schleichend über Jahre hinweg. Anfangs werden sie von vielen Männern ignoriert oder auf andere Ursachen geschoben. Mit zunehmender Ausprägung der Symptome können sie jedoch zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen.
Wird eine stark vergrößerte Prostata nicht behandelt, kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen:
Harnverhalt: Plötzliche Unfähigkeit, die Blase zu entleeren – ein akuter Notfall.
Blasensteine: Durch Restharn können sich Steine bilden.
Blasen- und Niereninfektionen: Bakterien vermehren sich leichter im Restharn.
Nierenschäden: Langanhaltende Abflussstörungen können die Nieren belasten und schädigen.
Bei ersten Symptomen sollte unbedingt ein Urologe aufgesucht werden. Eine frühzeitige Abklärung hilft, Komplikationen zu vermeiden und die passende Therapie zu finden.
Zu den wichtigsten diagnostischen Schritten gehören:
Anamnese: Der Arzt fragt nach Symptomen, Trink- und Toilettengewohnheiten sowie eventuellen Vorerkrankungen.
Digital-rektale Untersuchung (DRU): Die Prostata wird über den Enddarm abgetastet. So können Größe, Form und Konsistenz beurteilt werden.
PSA-Test: Ein Bluttest, der das prostataspezifische Antigen misst. Er hilft, zwischen gutartiger Vergrößerung und Prostatakrebs zu unterscheiden.
Urinuntersuchung: Zum Ausschluss von Infektionen oder Blut im Urin.
Ultraschall (Sonographie): Zur Beurteilung von Prostatagröße, Restharn und Blasenzustand.
Harnflussmessung (Uroflowmetrie): Zur Bestimmung der Stärke des Harnstrahls.
Die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden, dem Alter des Patienten, eventuellen Begleiterkrankungen und der individuellen Lebensqualität.
Bei leichten Beschwerden ohne Komplikationen reicht oft eine regelmäßige Kontrolle aus. Begleitend können Änderungen im Lebensstil hilfreich sein:
Reduktion koffeinhaltiger oder alkoholischer Getränke
Regelmäßige Bewegung
Gewichtsreduktion bei Übergewicht
Gezieltes Blasentraining
Medikamente sind bei mäßigen bis starken Beschwerden die erste Wahl. Die wichtigsten Wirkstoffgruppen sind:
Alpha-Blocker
Diese Medikamente entspannen die Muskulatur in Prostata und Blasenhals, wodurch der Harnfluss erleichtert wird. Wirkung tritt oft schon nach wenigen Tagen ein.
Beispiele: Tamsulosin, Alfuzosin
5-Alpha-Reduktase-Hemmer
Sie hemmen die Umwandlung von Testosteron in DHT und können die Prostata langfristig verkleinern. Wirkung meist erst nach einigen Monaten sichtbar.
Beispiele: Finasterid, Dutasterid
Kombinationstherapie
Eine Kombination aus Alpha-Blockern und 5-Alpha-Reduktase-Hemmern ist bei ausgeprägter BPH besonders wirksam.
Phytotherapeutika
Pflanzliche Präparate, z. B. aus Sägepalmenfrüchten oder Kürbiskernen, werden häufig eingesetzt, ihre Wirksamkeit ist jedoch wissenschaftlich umstritten.
Wenn Medikamente nicht helfen oder Komplikationen auftreten, ist ein Eingriff notwendig. Die gängigsten Methoden sind:
TURP (Transurethrale Resektion der Prostata)
Der „Goldstandard“. Hierbei wird überschüssiges Prostatagewebe über die Harnröhre entfernt.
Lasertherapie
Schonende Alternative, bei der das Gewebe verdampft oder zerschnitten wird.
Minimalinvasive Verfahren
Neuere Methoden wie die Urolift-Technik oder Wasserdampftherapie sind weniger belastend, eignen sich aber nicht für jeden Patienten.
Obwohl die Prostatavergrößerung ein natürlicher Alterungsprozess ist, können Männer mit einem gesunden Lebensstil das Risiko für Beschwerden senken oder den Verlauf positiv beeinflussen:
Gesunde Ernährung: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Omega-3-Fettsäuren
Regelmäßige Bewegung: Fördert die Durchblutung und wirkt entzündungshemmend
Ausreichend Flüssigkeit: Verhindert konzentrierten Urin, der die Blase reizen könnte
Stressabbau: Chronischer Stress kann hormonelle Ungleichgewichte verstärken
Prostatabeschwerden wirken sich nicht nur körperlich, sondern auch emotional aus. Häufiger Harndrang, besonders nachts, stört den Schlaf und kann zu Erschöpfung führen. Die ständige Suche nach einer Toilette schränkt soziale Aktivitäten ein, und Probleme beim Wasserlassen oder sexuelle Funktionsstörungen belasten die Partnerschaft. Ein offener Umgang mit der Erkrankung sowie ärztliche Beratung können helfen, diese psychischen Belastungen zu verringern.
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