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Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit, auch Akute Bergkrankheit (Acute Mountain Sickness, AMS) genannt, ist eine physiologische Reaktion des Körpers auf die verminderte Sauerstoffverfügbarkeit in großer Höhe. Sie tritt typischerweise ab 2.500 Metern über dem Meeresspiegel auf und kann von leichten Beschwerden bis zu lebensbedrohlichen Zuständen wie Höhenlungenödem (HAPE) oder Hirnödem (HACE) reichen.

Ursachen

Die Hauptursache der Höhenkrankheit ist der verminderte Partialdruck von Sauerstoff in der Luft. Je höher man steigt, desto weniger Sauerstoff steht den roten Blutkörperchen zur Verfügung, um ihn ins Gewebe zu transportieren. Der Körper reagiert zunächst durch Hyperventilation und erhöhte Herzfrequenz, um den Sauerstoffmangel auszugleichen. Bei schneller Aufstiegsrate hat der Körper oft nicht genügend Zeit, sich anzupassen, und Symptome der Höhenkrankheit entwickeln sich.

Risikofaktoren

Einige Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Höhenkrankheit:

  • Schneller Aufstieg ohne Akklimatisation
  • Vorerkrankungen wie Herz- oder Lungenerkrankungen
  • Schlechter körperlicher Zustand
  • Dehydrierung oder Alkoholkonsum
  • Genetische Prädisposition

 

Symptome

Die Symptome der Höhenkrankheit können individuell stark variieren, entwickeln sich aber häufig innerhalb der ersten 6–24 Stunden nach Erreichen großer Höhe. Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Kopfschmerzen (meistens der erste Hinweis)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und Schwächegefühl

Bei schwerer Form können zusätzliche Warnzeichen auftreten:

  • Höhenlungenödem (HAPE): Atemnot bei geringer Belastung oder in Ruhe, Husten, Blaufärbung von Lippen und Fingern
  • Höhenhirnödem (HACE): Verwirrtheit, Desorientierung, Koordinationsprobleme, im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit

 

Befunde

Die Diagnose der Höhenkrankheit stützt sich vor allem auf die klinische Symptomatik und die Anamnese – also auf den Zeitpunkt des Aufstiegs und die Höhe, die der Patient erreicht hat. Bestimmte medizinische Befunde können das Risiko oder den Schweregrad einschätzen:

  • Sauerstoffsättigung (SpO2): Mit einem Pulsoximeter gemessen; Werte unter 90% weisen auf signifikante Hypoxie hin.
  • Blutwerte: Hämatokrit und Hämoglobin können sich nach längerer Höhenexposition erhöhen, als Zeichen der Anpassung.
  • Bildgebung (bei HACE/HAPE): MRT oder Röntgen können ein Hirn- oder Lungenödem nachweisen, besonders bei schweren Fällen.

 

Medizinische Behandlung

Die Behandlung hängt vom Schweregrad ab und reicht von einfachen Maßnahmen bis zu intensiver medizinischer Intervention:

1. Leichte Höhenkrankheit (AMS)

  • Langsame Akklimatisation: Wenn möglich, sollte der Aufstieg verlangsamt werden.
  • Ruhe und Flüssigkeit: Ausreichende Hydration und Vermeidung körperlicher Anstrengung.
  • Medikamente: Acetazolamid kann die Anpassung des Körpers an die Höhe unterstützen und Symptome lindern. Ibuprofen kann gegen Kopfschmerzen eingesetzt werden.

2. Schwere Höhenkrankheit (HAPE, HACE)

  • Sofortiger Abstieg: Der wichtigste Schritt ist die Rückkehr auf eine niedrigere Höhe.
  • Sauerstoffgabe: Sauerstofftherapie kann lebensrettend sein.
  • Medikamente: Dexamethason bei HACE, Nifedipin bei HAPE zur Verbesserung der Lungenfunktion.
  • Krankenhausversorgung: Bei schweren Fällen ist eine stationäre Behandlung notwendig, ggf. mit mechanischer Beatmung oder intensivmedizinischer Überwachung.

 

Prävention

Vorbeugung ist bei der Höhenkrankheit entscheidend:

  • Langsames Aufsteigen: Die Faustregel lautet: Nicht mehr als 300–500 Meter pro Tag über 2.500 Meter.
  • Akklimatisationstage einplanen: Zeit zum Anpassen des Körpers an die Höhe.
  • Flüssigkeitszufuhr: Dehydrierung vermeiden.
  • Vermeidung von Alkohol und Schlafmitteln: Diese können die Atmung beeinträchtigen.

 

Online-Unterstützung durch Ärzte

Nicht jeder Bergsteiger hat sofort Zugang zu einem Arzt vor Ort. Hier können Online-Arztplattformen wie smarterezept.de wertvolle Unterstützung bieten.

  • Telefonische Beratung: Bei ersten Symptomen kann ein erfahrener Arzt die Situation einschätzen, Ratschläge zur Akklimatisation geben und entscheiden, ob ein Abstieg notwendig ist.
  • Medikamentenverordnung: Medikamente wie Acetazolamid oder Ibuprofen können per Online-Rezept verschrieben werden, sodass Betroffene direkt Zugriff auf die notwendige Behandlung haben.
  • Früherkennung von Risikofaktoren: Ärzte können anhand der Symptome und des bisherigen Gesundheitszustands einschätzen, wer besonders gefährdet ist und präventive Maßnahmen empfehlen.
  • Kontinuierliche Begleitung: Bei längeren Bergtouren kann der Online-Arzt regelmäßige Check-ins durchführen, um Veränderungen der Symptome zu überwachen und rechtzeitig zu intervenieren.

 

Vorteile der Online-Arztversorgung

1. Schnelle Hilfe: In Regionen ohne direkten Zugang zu medizinischer Versorgung kann eine telefonische Beratung lebensrettend sein.

2. Kompetente Einschätzung: Online-Ärzte verfügen über die Erfahrung, um die Schwere der Symptome zuverlässig einzuschätzen.

3. Flexibilität: Patienten erhalten ärztliche Unterstützung unabhängig von Standort und Zeit.

4. Rechtzeitige Prävention: Frühzeitige Empfehlungen verhindern oft den Fortschritt von leichter Höhenkrankheit zu lebensbedrohlichen Zuständen.

 

Die Höhenkrankheit ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jeden Bergsteiger betreffen kann. Das Verständnis der Symptome, eine sorgfältige Akklimatisation und die schnelle medizinische Reaktion sind entscheidend, um Risiken zu minimieren. Moderne Telemedizin-Dienste wie smarterezept.de bieten eine wertvolle Unterstützung – von der telefonischen Beratung bis hin zur Verschreibung von Medikamenten. So können Bergsteiger sicherer reisen und auch in abgelegenen Regionen kompetente medizinische Hilfe erhalten.

Die Kombination aus Prävention, schneller Diagnose, medizinischer Behandlung und digitaler Unterstützung erhöht die Sicherheit beim Bergsteigen erheblich und kann im Ernstfall Leben retten. Ob durch einfache Ratschläge zur Anpassung an die Höhe oder durch die verschriebene Medikation, Online-Ärzte bieten einen unkomplizierten und modernen Zugang zu notwendiger Versorgung – genau dann, wenn sie am dringendsten gebraucht wird.

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