Spastiken bei MS
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Typische Symptome sind Sensibilitätsstörungen, Sehstörungen, Gleichgewichtsschwierigkeiten, Fatigue und kognitive Einschränkungen. Ein besonders belastendes Symptom, das viele Betroffene im Verlauf der Erkrankung erleben, sind Spastiken. Sie können den Alltag erheblich einschränken und führen zu Schmerzen, Mobilitätsproblemen sowie einer verminderten Lebensqualität.
In diesem Artikel gehen wir detailliert auf Spastiken bei MS ein, erläutern den Befund, medizinische Behandlungsmöglichkeiten und zeigen, wie die Online-Ärzte von smarterezept.de telefonisch eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung bieten können.
Was sind Spastiken bei MS?
Unter Spastik versteht man eine krankhafte Erhöhung des Muskeltonus, die auf eine Schädigung oder Fehlsteuerung des zentralen Nervensystems zurückzuführen ist. Bei MS entstehen Spastiken durch die Entzündung und Schädigung der Nervenbahnen im Gehirn und Rückenmark, die für die Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind.
Typische Merkmale:
- Verhärtete Muskulatur: Die Muskeln fühlen sich angespannt oder steif an.
- Schmerzen: Spastiken sind oft schmerzhaft, insbesondere bei Bewegungen.
- Bewegungseinschränkungen: Alltagstätigkeiten wie Gehen, Treppensteigen oder Anziehen werden erschwert.
- Krampfartige Zustände: Manche Patienten erleben plötzliche Muskelkrämpfe, die Minuten oder sogar Stunden anhalten können.
Befund: Wie werden Spastiken bei MS festgestellt?
Die Diagnose und Einschätzung von Spastiken erfolgt durch eine neurologische Untersuchung, ergänzt durch die Anamnese und gegebenenfalls bildgebende Verfahren.
Diagnostische Schritte:
1. Anamnese: Der Arzt fragt nach der Art, Häufigkeit und Intensität der Muskelverspannungen, sowie nach Schmerzen und Einschränkungen im Alltag.
2. Klinische Untersuchung:
- Prüfung des Muskeltonus (z. B. durch passives Bewegen der Extremitäten).
- Testung der Reflexe: Übersteigerte Reflexe deuten auf spastische Veränderungen hin.
- Beobachtung des Gangbildes und der Bewegungskoordination.
3. Skalen zur Beurteilung: Häufig wird die sogenannte Ashworth-Skala oder modifizierte Ashworth-Skala verwendet, um den Schweregrad der Spastik einzuordnen.
4. Bildgebung: Ein MRT kann die zugrunde liegenden MS-Läsionen sichtbar machen, ist aber für die reine Spastik-Bewertung weniger entscheidend.
Medizinische Behandlungsmethoden bei Spastiken
Die Behandlung von Spastiken verfolgt mehrere Ziele: Linderung der Schmerzen, Verbesserung der Beweglichkeit, Erhalt der Selbstständigkeit und Steigerung der Lebensqualität.
1. Medikamentöse Behandlung
- Muskelrelaxanzien (orale Medikamente):
- Baclofen: Häufig eingesetztes Mittel, das die Übererregbarkeit der Nerven reduziert.
- Tizanidin: Wirkt muskelentspannend und schmerzlindernd.
- Dantrolen: Direkt muskelrelaxierend.
- Cannabinoide (Nabiximols, Sativex®): Besonders wirksam bei therapieresistenten Spastiken. Sie wirken schmerzlindernd und verbessern die Beweglichkeit.
- Benzodiazepine (z. B. Diazepam): Werden in Ausnahmefällen eingesetzt, da sie ein Abhängigkeitspotenzial haben.
- Botulinumtoxin-Injektionen: Geeignet für lokal begrenzte Spastiken.
2. Physiotherapie und Bewegung
- Dehnübungen: Regelmäßiges Stretching kann Muskelverhärtungen vorbeugen.
- Krankengymnastik: Verbesserung von Bewegungsabläufen und Reduktion von Fehlhaltungen.
- Hilfsmittel: Orthesen oder Gehhilfen können die Mobilität erhalten.
- Aquatherapie: Bewegungen im Wasser sind oft leichter und schmerzfreier durchführbar.
3. Ergotherapie
- Unterstützung im Alltag durch spezielle Techniken, Hilfsmittelberatung und Übungen, um die Selbstständigkeit zu fördern.
4. Invasive Therapien
- Intrathekale Baclofenpumpe: Bei schweren Fällen kann Baclofen über eine implantierte Pumpe direkt ins Rückenmark abgegeben werden.
- Neurochirurgische Eingriffe: In seltenen, therapierefraktären Fällen.
Alltagstipps für Betroffene
Neben den medizinischen Behandlungen können Betroffene selbst viel tun, um Spastiken zu lindern:
- Regelmäßige Bewegung: Schonende Sportarten wie Yoga, Schwimmen oder Radfahren können helfen.
- Wärme- und Kälteanwendungen: Manche Patienten profitieren von Wärme, andere von Kälte.
- Stressmanagement: Stress verstärkt häufig die Symptomatik, Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen sind hilfreich.
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die allgemeine Gesundheit und kann indirekt die Spastik positiv beeinflussen.
Wie smarterezept.de helfen kann
Gerade bei chronischen Erkrankungen wie MS ist eine schnelle ärztliche Unterstützung wichtig, wenn sich Symptome verschlimmern oder eine Therapieanpassung erforderlich wird. Hier setzt smarterezept.de an.
Vorteile der Online-Ärzte bei smarterezept.de
1. Telefonische Beratung durch Fachärzte
- Patienten können unkompliziert mit einem Arzt sprechen, ohne lange Wartezeiten in einer Praxis.
- Besonders bei akuten Verschlechterungen von Spastiken ist eine zeitnahe Beratung wichtig.
2. Rezeptausstellung online
- Medikamente wie Baclofen, Tizanidin oder auch Cannabinoid-haltige Präparate können über smarterezept.de nach einer ärztlichen Konsultation verschrieben werden.
- Das Rezept wird bequem online ausgestellt – ideal für Patienten mit eingeschränkter Mobilität.
3. Therapieanpassung
- Viele Patienten müssen ihre Medikamente im Verlauf individuell anpassen lassen. Online-Ärzte können hier beratend eingreifen und bei Bedarf die Dosierung ändern oder eine neue Medikation vorschlagen.
4. Begleitung bei Langzeittherapie
- Da Spastiken meist chronisch verlaufen, ist eine kontinuierliche Betreuung sinnvoll. Online-Ärzte bieten regelmäßige Kontrollgespräche an, ohne dass der Patient weite Wege auf sich nehmen muss.
5. Ganzheitliche Unterstützung
- Neben Medikamentenberatung können auch Tipps zu Bewegung, Ernährung und ergänzenden Maßnahmen gegeben werden.
- Patienten fühlen sich dadurch umfassend betreut.
Spastiken sind eine häufige und belastende Begleiterscheinung der Multiplen Sklerose. Sie entstehen durch die Schädigung der Nervenbahnen und äußern sich in Muskelsteifigkeit, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Der Befund erfolgt durch eine gründliche neurologische Untersuchung und kann mithilfe von Skalen objektiv erfasst werden.
Die Behandlung ist individuell und umfasst Medikamente wie Baclofen, Tizanidin oder Cannabinoide, ergänzt durch Physiotherapie, Ergotherapie und gegebenenfalls invasive Verfahren. Ebenso wichtig sind Alltagstipps, die Betroffenen helfen, die Symptome besser zu kontrollieren.
Dank moderner Telemedizin können Patienten über smarterezept.de jederzeit und unkompliziert ärztliche Unterstützung erhalten – telefonisch, ohne Wartezeiten und mit der Möglichkeit einer schnellen Rezeptausstellung. Dadurch wird nicht nur die medizinische Versorgung verbessert, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig gesteigert.
